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Fotoworkshop in Köln

Im Januar erhielte ich eine Ankündigung zu einem Porträt Workshop mit Klaus Reinders und Stephan Wiesner. Nach kurzem Kalendercheck hatte ich direkt gebucht und der Kurs war in kürzester Zeit ausgebucht. Als wenn ich es geahnt hätte… Wenn ich ehrlich bin, hatte ich das hauptsächlich wegen Stephan getan.
Ich bin ein großer Fan und ihn dann noch persönlich kennen lernen zu dürfen + Workshop. Da konnte ich wirklich nicht nein sagen, obwohl mein letztes Shooting noch nicht final abgearbeitet und veröffentlich war.

Am 9. März trafen wir uns alle im Studio @telier5b in Köln Mülheim mit 10 Teilnehmern, Klaus + Stephan als Coach und unsere Models Janna und Mara. Es kamen im Übrigen nur Drei aus Köln!
Primäres Thema war die Blitzfotografie im Studio. Die Teilnehmer verteilten sich auf zwei Gruppen und es wurde dann zwischen Model und Coach gewechselt. Ich fand das Studio für die Anzahl an Personen eigentlich zu klein, denn es gab nur einen richtigen Studiobereich.

Der Austausch mit den anderen Teilnehmern meiner Gruppe und den Coaches war sehr wertvoll und hilfreich. Zwischendurch hatte ich mich manchmal allerdings etwas verloren gefühlt und hätte mir noch Hilfestellung/Tipps gewünscht, so war man letztendlich auf sich allein gestellt, was natürlich auch wiederum gut ist. Es gab keine richtige Zeitvorgabe und so wollte ich die weiteren Teilnehmer nicht ewig warten lassen, was einen gewissen Druck aufbaute. Leider gab es dann auch immer nur einen Durchlauf pro Übung, so dass ich gelerntes nicht nochmal testen konnte. Oft hatte ich nämlich auch gute Ideen und Einstellung bei den Anderen sehen können. Dies ist mein wirklicher Kritikpunkt.
Klaus brachte noch eine Überraschung mit in den Tag. Auf einmal schnappte er sich einen Reflektor und wir machten noch ein kleines „Available Light Shooting“ an einer Hauswand unweit vom Studio.
Ich konnte von Allen wieder einiges dazu lernen, nur sollte ich dies auch schnellstmöglich anwenden/wiederholen um nicht alles direkt zu vergessen. Übung macht den Meister…

In der Mittagspause konnte ich auch mit den anderen Teilnehmern und Stephan etwas mehr quatschen. Es war schön zu hören, dass auch Andere so ihre Probleme haben, Foto-Hobby, Familie und Job unter einem Hut zu bekommen. Zudem konnte ich Stephan auf ein paar Punkte seiner Biographie ansprechen. Ach und natürlich habe ich mir alles von ihm signieren lassen. 😉
Passend zum Workshop Thema hat Stephan ein neues Zielfoto Magazin herausgebracht, mit Beiträgen unter anderem auch von Klaus Reinders und Patrick Ludolph. Das Cover Foto vom Klaus, welches mir sehr gut gefällt, war auch eines unserer Übungen. Um noch kurz beim Magazin zu bleiben. Es war zudem schön, Susanne Geminn die Designerin, welche maßgeblich mit Stephan das Magazin erstellt kennenzulernen. Sie war Teilnehmerin meiner Gruppe und hat sich auch richtig ins Zeug gelegt.

Zu guter Letzt möchte ich mich auch bei unseren Modells Janna und Mara bedanken, die eine wahnsinnig gute Performance ablieferten. Den ganzen Tag vor so vielen Teilnehmern zu posieren und noch dazu ohne direktes Vertrauensverhältnis, ist ein sehr herausfordernder und anstrengender Job.

Ein paar meiner Aufnahmen finde ich ansprechend, was meint ihr?

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Fotoworkshop „Sensual Nude“ bei Andreas Jorns

Es kam wie es kommen musste, meine ersten Aktfotos. Seit Anfang des Jahres fotografiere ich bewusster und fokussierter als die ganzen Jahre zuvor. Jeder der mich kennt, weiß das ich seitdem für die Fotografie brenne, es mich fasziniert und glücklich macht.

In erster Line interessieren mich die Menschen und wie ich mit ihnen authentische Porträts kreieren kann. Hiermit befinde ich mich allerdings noch immer am Anfang.

Bei meinem großen Interesse nach Inspirationen landete ich immer wieder auf Patrick Ludolph´s Blog NEUNZEHN72, wo ich auch oft fündig wurde. Hier schaute ich mir unter anderem auch die Video Interviews von Paddy erst mit Corwin von Kuhwede und dann mit Andreas Jorns an. Beide hatten mich sehr begeistert und animiert sich ihre Werke anzuschauen. Ich hatte in den Interviews verstanden, dass alles was für Akt gilt, quasi auch für normale Porträts gilt. Somit kaufte ich von beiden ihr Fachbuch und dann nahm irgendwie alles seinen Lauf

Das erste Porträt Shooting mit einem Kollegen, und weitere Shootings mit Models. Vor allem die Buchtipps zum Umgang mit den Models lernte ich hierbei anzuwenden. Aufgeregt war ich aber immer und hatte das auch jeweils direkt kommuniziert, was dann meistens schon half.

Als Anfänger sah ich zu diesem Zeitpunkt die Aktfotografie noch in sehr weiter Ferne, aber dann gab es eine Ankündigung für ein Treffen in Haan bei Andreas mit Paddy. Ich meldete mich für die Veranstaltung an und sah das noch ein Platz im Oktober bei Andreas´s Workshops frei war. Also dachte ich mir: „Warum nicht, bevor mir jemand den Platz wegschnappt, nachdem alle beim Treffen begeistert sind?“ Zudem sind gerade seine sinnlichen Aktfotos aber auch die „normalen Porträts“ eine Klasse für sich. Genau solche Fotos würde ich auch gern erschaffen, dachte ich außerdem.

Soweit zur Vorgeschichte und jetzt endlich zum Workshop.

Kurz vor Workshop Beginn war die Aufregung natürlich wieder groß. Der Kurs startete ganz entspannt bei morgendlicher Kaffee- und Vorstellungsrunde. Lisa unser Model gesellte sich wenig später dazu und wir hatten eine sehr nette Kennenlernrunde mit insgesamt vier Workshop Teilnehmern.

Nun ging es los, Andreas verdunkelte sein Atelier und wir fotografierten abwechselnd Lisa bekleidet und mit Fensterlicht bis zum Mittag. (Die finale Lichtformung und Setzung lag aber bei uns.) Somit konnten wir Lisa noch weiter kennenlernen und erste Erfahrungen machen. Und auch hierbei konnte ich direkt von Andreas wichtige technische und menschliche Aspekte lernen. Ich war total happy mit meinen bis dahin gemachten Fotos und mir war klar, dass sich der Kurs schon hier gelohnt hatte.

Andreas gab uns jedesmal eine Aufgabe, aber er gab uns auch gleichzeitig einen großzügigen Rahmen vor, in dem wir uns bewegen und lernen konnten. Jeder musste somit wirklich seine eigenen Fotos kreieren. Ich nutze auch immer die Möglichkeit, Lisa nach ihrer Meinung zu fragen und natürlich auch Andreas.

Genauso ging es auch nach dem Mittag weiter, nur ohne Kleidung. Den ganzen Workshop über wurde darüber überhaupt kein Tamtam gemacht. Alles lief super professionell und in lockerer Atmosphäre.

Das Zwischenmenschliche stand rückblickend gesehen, immer im Vordergrund und hier grätschte uns Andreas immer wieder positiv rein. Lisa kurzes regelmäßiges Feedback geben, sie in ihren Flow kommen lassen und um somit sinnliche Momente festhalten zu können. Alles nicht so einfach, denn die Technik sollte man sowieso im Schlaf können und dann muss noch Bildgestaltung und Lichtsetzung stimmen. Ach übrigens hatte ich vor Aufregung am Anfang vergessen zu atmen und sprach dann auch etwas kurzatmig. Nach dem ich das selbst auch ansprach, ging es wieder normal weiter… 😉

Lisa war einfach total klasse, denn sie konnte zu uns allen in kürzester Zeit eine Verbindung aufbauen. Sollte ja eigentlich umgekehrt mehr sein, aber für den Workshop war es sehr hilfreich.

Ihre natürliche Schönheit, Offenheit, lockere/ruhige Art und natürlich ihr unverwechselbares Lächeln verzauberten uns alle. Um mal wieder auf dem Boden zu bleiben, muss ich aber auch sagen das sie uns unglaublich geholfen hat. Sie hat uns bei der Lichtsetzung Tipps gegeben, sie hat uns ernst genommen, aufmerksam zugehört und Feedback gegeben.

Andreas hatte uns immer wieder angespornt, neue Sachen auszuprobieren und einfach auch eigene Ideen umzusetzen und frei mit Lisa zu besprechen. Er ließ sich immer wieder Bilder zeigen und signalisierte ob wir auf dem richtigen Weg sind usw. Er motivierte uns unglaublich und war einfach für alle da.

Der Austausch mit den Workshopteilnehmern war für mich ein weiterer positiver Aspekt, denn auch von ihnen gab es viel zu lernen (auch aus ihren Fehlern) und ihre Fotos motivierten zusätzlich.

Fazit: Ein Workshop der sich extrem gelohnt hat für mich. Ihr hättet sehen sollen wie glücklich ich am Abend nach Hause gefahren bin und am nächsten Tag zur Arbeit. 😉 Ich war total geflasht und bis heute noch in diesem Bann.

Egal wie schlecht die Kritiken ausfallen, ich fand es einfach genial! Nochmal vielen Dank an Lisa und Andreas!

→ Ich werde die Kritiken natürlich ernst nehmen und hoffentlich daraus lernen.

→ Deshalb auch wieder relativ viele Fotos, denn es fällt mir immer noch so schwer auszusortieren.

Für meine nächsten Porträt Shootings, werde ich jetzt versuchen primär Fensterlicht zu nutzen. Und hoffentlich habe ich demnächst auch mal ein eigenes sinnliches Akt Shooting…