Spontanes Street Fotoshooting in Köln

Mittwochabend vor Fronleichnam bin ich für Street Fotografie durch die Kölner Innenstadt geschlendert (Fotos demnächst online) aber dennoch zielstrebig in Richtung Kaufhof Parkhaus. Vor kurzem hatte ich inspirierende und schöne Fotos von einem Fotokollegen hierzu gesehen und war vor Jahren auch schon mal dort ganz oben. Hier hat man einen tollen Blick über die Häuserdächer hin zum Dom. Eigentlich sind es sogar zwei Parkhäuser. Auf einer der obersten Etagen ist sonst auch ein Beach Club beheimatet.

Oben angekommen habe ich die Stille genutzt um ein paar stimmungsvolle Fotos vom Dom und vom Parkdeck selbst zu machen. Nach ca. 20 Minuten hatte ich auf einmal Gesellschaft. Da fotografierten sich zwei Teenager gegenseitig mit Handy. Nichts besonderes also, aber coole Location ausgesucht. Ich hatte erstmal mein Ding so weiter gemacht, da ich allerdings schon durch war mit meinen 1000 Fotos von allen möglichen Winkeln und Variationen, beschloß ich sie einfach anzusprechen für ein spontanes Shooting. Denn Menschen zu fotografieren sei es als Street Art Style oder als Porträt ist für mich sehr aufregend und herausfordernd.

So ging es von gleich auf jetzt auch schon los und ich mitten drin als Hobbyfotograf. Da ist es von großem Vorteil, wenn man auf umfangreiche Routine zurückgreifen kann. Das ist bei mir natürlich nicht der Fall, allerdings bin ich auch kein Anfänger. 😉 So ging es dann Foto für Foto immer besser von der Hand und wir alle wurden lockerer, schließlich mussten wir uns erstmal kennenlernen. Ein Punkt der mir sehr wichtig ist. In solchen Situation muss dies dann direkt passieren.

Zu meiner Ausrüstung, welche für eine angepasste Corona Street Photography gedacht war, zählte leider nur ein Zoomobjektiv (27-83mm KB). Sonst würde ich hierfür eine lichtstarke Festbrennweite 50mm oder 85mm einsetzen. Immerhin deckte mein Zoom den Brennweitenbereich ab und ich versuchte einfach möglichst in diesem Teilbereich zu bleiben. Im Nachhinein gesehen wäre ein Aufhellblitz oder Reflektor sinnvoll gewesen.

Ich glaube wir haben so 30 Minuten fotografiert und nochmal so lange gequatscht. So konnte ich die Beiden noch besser kennen lernen. Beide spielen im selben Fußballverein, haben schon klare Vorstellungen für ihre berufliche Zukunft und sind einfach gute Kumpels bzw. Freunde. Ich schätze beide auch viel älter ein als sie sind, nämlich 16 Jahre jung… Ja die Beiden haben noch viel vor sich und haben noch alle Möglichkeiten. So weit ich das einschätzen kann, sind sie mit ihrer positiven Einstellung auf dem richtigen Weg. Danke euch zwei, dass ich euch kennenlernen und fotografieren durfte!

Übrigens, ist dies bereits mein drittes aufeinander folgendes spontanes Shooting im Zusammenhang mit Street Photography dieses Jahr in Köln. Eins kurz vor Corona rein analog in der Kölner Südstadt und das Zweite an der Hohenzollern Brücke am Gründonnerstag. Ich werde demnächst auf meinem Blog berichten und veröffentlichen. 

Des Weiteren bin ich mir inzwischen sicher, dass dies auch eine Möglichkeit ist, Shootings jeder Zeit ohne Termine einfach umzusetzen. Ich sehe ständig Menschen überall, die sich gegenseitig fotografieren und dazu posieren. Ich würde mal tippen in 30% der Fälle würden sich die Menschen auf ein spontanes Shooting einlassen.