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Fotoworkshop „Sensual Nude“ bei Andreas Jorns

Es kam wie es kommen musste, meine ersten Aktfotos. Seit Anfang des Jahres fotografiere ich bewusster und fokussierter als die ganzen Jahre zuvor. Jeder der mich kennt, weiß das ich seitdem für die Fotografie brenne, es mich fasziniert und glücklich macht.

In erster Line interessieren mich die Menschen und wie ich mit ihnen authentische Porträts kreieren kann. Hiermit befinde ich mich allerdings noch immer am Anfang.

Bei meinem großen Interesse nach Inspirationen landete ich immer wieder auf Patrick Ludolph´s Blog NEUNZEHN72, wo ich auch oft fündig wurde. Hier schaute ich mir unter anderem auch die Video Interviews von Paddy erst mit Corwin von Kuhwede und dann mit Andreas Jorns an. Beide hatten mich sehr begeistert und animiert sich ihre Werke anzuschauen. Ich hatte in den Interviews verstanden, dass alles was für Akt gilt, quasi auch für normale Porträts gilt. Somit kaufte ich von beiden ihr Fachbuch und dann nahm irgendwie alles seinen Lauf

Das erste Porträt Shooting mit einem Kollegen, und weitere Shootings mit Models. Vor allem die Buchtipps zum Umgang mit den Models lernte ich hierbei anzuwenden. Aufgeregt war ich aber immer und hatte das auch jeweils direkt kommuniziert, was dann meistens schon half.

Als Anfänger sah ich zu diesem Zeitpunkt die Aktfotografie noch in sehr weiter Ferne, aber dann gab es eine Ankündigung für ein Treffen in Haan bei Andreas mit Paddy. Ich meldete mich für die Veranstaltung an und sah das noch ein Platz im Oktober bei Andreas´s Workshops frei war. Also dachte ich mir: „Warum nicht, bevor mir jemand den Platz wegschnappt, nachdem alle beim Treffen begeistert sind?“ Zudem sind gerade seine sinnlichen Aktfotos aber auch die „normalen Porträts“ eine Klasse für sich. Genau solche Fotos würde ich auch gern erschaffen, dachte ich außerdem.

Soweit zur Vorgeschichte und jetzt endlich zum Workshop.

Kurz vor Workshop Beginn war die Aufregung natürlich wieder groß. Der Kurs startete ganz entspannt bei morgendlicher Kaffee- und Vorstellungsrunde. Lisa unser Model gesellte sich wenig später dazu und wir hatten eine sehr nette Kennenlernrunde mit insgesamt vier Workshop Teilnehmern.

Nun ging es los, Andreas verdunkelte sein Atelier und wir fotografierten abwechselnd Lisa bekleidet und mit Fensterlicht bis zum Mittag. (Die finale Lichtformung und Setzung lag aber bei uns.) Somit konnten wir Lisa noch weiter kennenlernen und erste Erfahrungen machen. Und auch hierbei konnte ich direkt von Andreas wichtige technische und menschliche Aspekte lernen. Ich war total happy mit meinen bis dahin gemachten Fotos und mir war klar, dass sich der Kurs schon hier gelohnt hatte.

Andreas gab uns jedesmal eine Aufgabe, aber er gab uns auch gleichzeitig einen großzügigen Rahmen vor, in dem wir uns bewegen und lernen konnten. Jeder musste somit wirklich seine eigenen Fotos kreieren. Ich nutze auch immer die Möglichkeit, Lisa nach ihrer Meinung zu fragen und natürlich auch Andreas.

Genauso ging es auch nach dem Mittag weiter, nur ohne Kleidung. Den ganzen Workshop über wurde darüber überhaupt kein Tamtam gemacht. Alles lief super professionell und in lockerer Atmosphäre.

Das Zwischenmenschliche stand rückblickend gesehen, immer im Vordergrund und hier grätschte uns Andreas immer wieder positiv rein. Lisa kurzes regelmäßiges Feedback geben, sie in ihren Flow kommen lassen und um somit sinnliche Momente festhalten zu können. Alles nicht so einfach, denn die Technik sollte man sowieso im Schlaf können und dann muss noch Bildgestaltung und Lichtsetzung stimmen. Ach übrigens hatte ich vor Aufregung am Anfang vergessen zu atmen und sprach dann auch etwas kurzatmig. Nach dem ich das selbst auch ansprach, ging es wieder normal weiter… 😉

Lisa war einfach total klasse, denn sie konnte zu uns allen in kürzester Zeit eine Verbindung aufbauen. Sollte ja eigentlich umgekehrt mehr sein, aber für den Workshop war es sehr hilfreich.

Ihre natürliche Schönheit, Offenheit, lockere/ruhige Art und natürlich ihr unverwechselbares Lächeln verzauberten uns alle. Um mal wieder auf dem Boden zu bleiben, muss ich aber auch sagen das sie uns unglaublich geholfen hat. Sie hat uns bei der Lichtsetzung Tipps gegeben, sie hat uns ernst genommen, aufmerksam zugehört und Feedback gegeben.

Andreas hatte uns immer wieder angespornt, neue Sachen auszuprobieren und einfach auch eigene Ideen umzusetzen und frei mit Lisa zu besprechen. Er ließ sich immer wieder Bilder zeigen und signalisierte ob wir auf dem richtigen Weg sind usw. Er motivierte uns unglaublich und war einfach für alle da.

Der Austausch mit den Workshopteilnehmern war für mich ein weiterer positiver Aspekt, denn auch von ihnen gab es viel zu lernen (auch aus ihren Fehlern) und ihre Fotos motivierten zusätzlich.

Fazit: Ein Workshop der sich extrem gelohnt hat für mich. Ihr hättet sehen sollen wie glücklich ich am Abend nach Hause gefahren bin und am nächsten Tag zur Arbeit. 😉 Ich war total geflasht und bis heute noch in diesem Bann.

Egal wie schlecht die Kritiken ausfallen, ich fand es einfach genial! Nochmal vielen Dank an Lisa und Andreas!

→ Ich werde die Kritiken natürlich ernst nehmen und hoffentlich daraus lernen.

→ Deshalb auch wieder relativ viele Fotos, denn es fällt mir immer noch so schwer auszusortieren.

Für meine nächsten Porträt Shootings, werde ich jetzt versuchen primär Fensterlicht zu nutzen. Und hoffentlich habe ich demnächst auch mal ein eigenes sinnliches Akt Shooting…

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3. Model Fotoshooting mit Anja in Köln

Der Juli hatte es wirklich in sich und somit gab es noch ein Shooting am 30.7.2017 Diesmal hatte ich mich wirklich übernommen. Man sollte kein Shooting machen ohne die vorherigen Fotos zu entwickeln und um davon auch zu lernen. Des Weiteren wurde das schlechte Gewissen immer größer, die Fotos so lange nicht bereitzustellen. Danke nochmal an Anja für deine Geduld!

In Köln Deutz ging es bei schönstem Sonnenschein am frühen Nachmittag mal wieder zu Sache. Anja hatte ihren interessierten Mann dabei, den wir uns als Lichtassistenten mit Reflektor zu nutze machten. Danke an dieser Stelle für deine sehr gute Unterstützung!

Sie hatte zudem mehrere Outfits, Schuhe und Accessoires dabei. Zu meinem Glück hatte sie auch viele Ideen miteingebracht an die ich nicht gedacht hätte.

Das Shooting war mit 2h für mich unerwartet kurz, da ich mir sonst bisher jedesmal 3h Zeit gönnte. Dies war aber völlig in Ordnung für mich, nur halt etwas unerwartet. Somit kam ich überhaupt nicht dazu meine Porträt spezial Waffe 56er f1.2 Objektiv (84mm KB) einzusetzen. Somit nutze ich „nur“ ein 23er f1.4 Objektiv (35mm KB) und ein 35er f2.0 Objektiv (50mm KB).

Mir hat es viel Spaß gemacht mit den beiden und würde mich über weitere Shootings freuen.

Fazit: Wieder viel gelernt in alle Richtungen!

Kritik ist auch wieder herzlich willkommen, auch wenn ich schon vorab erste Ernüchternde einstecken musste. Aber lieber ehrlich und konstruktiv als unehrlich, denn das hilft mir hoffentlich weiter.

Eines meiner nächsten Shootings will ich übrigens komplett mit analog Film machen. Eigentlich ja Wahnsinn als Anfänger, aber verrückt war ich ja schon immer. Jede Menge Kameras, Objektive und Filme liegen schon mal bereit.

In diesem Sinne nochmal viel Spaß mit den Fotos.